Berlinfahrt im Mai 2012

Am Sonntag, den 06.05.2012 ging es endlich los. Nach einjähriger Planung fuhren Menschen mit Behinderung und ihre Begleitpersonen mit dem ICE nach Berlin. Für viele war es der erste Besuch in der Bundeshauptstadt und alle waren gespannt, was an Eindrücken auf sie zukommt.

Am Montag, den 07.05.2012 war frühes Aufstehen angesagt. Der erste Termin war ein Vortrag im Deutschen Bundestag. Danach ging es weiter zum Ministerium für Arbeit und Soziales. Hier fand eine rege Diskussion mit der Mitarbeiterin des Bundesbehindertenbeauftragten statt. Nach dem Mittagessen machte sich die Gruppe zu einem kleinen Stadtrundgang am Brandenburger Tor auf. Von dort aus ging es erneut in den Deutschen Bundestag, wo auf der Fraktionsebene bereits der Abgeordnete Matthias W. Birkwald auf seine Gäste wartete. Er erläuterte die Abläufe einer Sitzungswoche und beantwortete danach Fragen. Die Zeit verging viel zu schnell. Eine Schulklasse wartete noch auf Matthias W. Birkwald und die Gruppe musste zum Fototermin in die Kuppel des Reichstags. Nach ausgiebiger Besichtigung der Kuppel ging es weiter ins Nikolaiviertel. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit dem Abgeordneten fand sich die Gelegenheit, sich auch einmal auf privater Ebene auszutauschen. Der Tag neigte sich dem Ende. Mit dem Bus ging es zurück zum Hotel und nicht nur die Akkus der Elektrorollis waren leer.

Dienstag, den 08.05.2012 ging es dann etwas entspannter zu. Bei schönem Wetter besuchte man zuerst das Gesundheitsministerium. Aus der Sicht der Gruppe kommt das, was in einem Ministerium erdacht und geplant wird, in der Praxis häufig nicht zum Tragen. Nach einer Stadtrundfahrt besuchte die Gruppe, verbunden mit einer Führung, die Topographie des Terrors. Nach diesen, wenn auch bedrückenden, Eindrücken wurde der Tag mit einer Spreefahrt beendet. Bei einem Bierchen saßen im Hotel noch alle zusammen um die gewonnenen Eindrücke auszutauschen.

Die Zeit verging viel zu schnell. Mittwoch, den 09.05.2012 war schon wieder Abreisetag. Man gönnte sich noch einen Abstecher zum Gendarmenmarkt und dann ging es mit Wehmut wieder nach Köln.

Für alle war es eine sehr schöne Fahrt und die Selbsthilfegruppe Handicap e.V. möchte gerne wiederkommen.

Gisela Stahlhofen