SHG Handicap e.V. – Rhein-Erft-Kreis

Im Juni 2008 gegründet, wurde die Selbst-Hilfe-Gruppe (kurz SHG) Handicap im Juli 2009 als gemeinnütziger Verein anerkannt. Zum Selbstverständnis des SHG Handicap e.V. gehört die Inklusion und Integration behinderter Menschen in unsere Gesellschaft. Der Verein möchte mit seinen vielfältigen Aktivitäten dazu beitragen, dass nicht behinderte ihren behinderten Mitmenschen verständnisvoller und offener gegenübertreten – Menschen mit Behinderung sollen mit gestärktem Selbstvertrauen bewusst und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Unsere Leitgedanken

„Es ist nicht deine Schuld, dass diese Welt so ist wie sie ist , es wird aber deine Schuld sein, wenn diese so bleibt."

Farin Urlaub

Ziel von Inklusion ist das Leben der Menschen mit Beeinträchtigungen zu vereinfachen und nicht zu erschweren!

„Inklusion ist, wen die Gesellschaft alle Menschen zur Teilhabe einlädt, dabei beseitigt die Gesellschaft nachhaltig alle Barrieren die die Menschen daran (be)hindert!“

„Wer Inklusion will, sucht nach Lösungen,- wer nicht will sucht nach Erklärungen“

Hubert Hüppe

SHG Handicap e.V.

Wer wir sind

Im Juni 2008 gegründet, wurde die Selbst-Hilfe-Gruppe (kurz SHG) Handicap im Juli 2009 als gemeinnütziger Verein anerkannt. Zum Selbstverständnis des SHG Handicap e.V. gehört die Inklusion und Integration behinderter Menschen in unsere Gesellschaft. Der Verein möchte mit seinen vielfältigen Aktivitäten dazu beitragen, dass nicht behinderte ihren behinderten Mitmenschen verständnisvoller und offener gegenübertreten – Menschen mit Behinderung sollen mit gestärktem Selbstvertrauen bewusst und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

SHG Termine 2023

Jahresmitgliederversammlung

Samstag 6. Mai Jahresmitgliederversammlung

Bildungsreise nach Berlin

Montag 19. Juni bis Donnerstag 22. Juni Bildungsreise nach Berlin

Fahrt zur RehaCare

Samstag 16. September Fahrt zur RehaCare nach Düsseldorf

Tagung/Infoveranstaltung „mein Handicap und Ich“

Samstag den 7. Oktober Tagung/Infoveranstaltung „mein Handicap und Ich“

Weihnachtfeier

Samstag 16. Dezember Weihnachtfeier

Grillfest

Suchen noch nach Ort und Termin für Grillfest. Bitte um Vorschläge und tatkräftige Unterstützung

Verweigerung der Beförderung in der ÖPNV-Rhein-Erft-Kreis

Selbsthilfegruppe Handicap zeichnet hindernisarme Geschäfte aus

Barrierefrei unterwegs Autofahren mit Handicap

15 Jahre SHG Handicap e.V.

Wir möchten Sie herzlich einladen, Mitglied bei uns zu werden. Mit Ihrem Jahresbeitrag von 15 € können Sie zur Verwirklichung unserer Zielsetzungen beitragen und – wenn Sie möchten – auch aktiv daran mitarbeiten. Je mehr wir sind, umso lauter werden wir gehört und umso stärker können wir uns gemeinsam für die Rechte unserer behinderten Mitmenschen einsetzen!

Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.

Typische Barrien in Bergheim

Typische Barrieren in Bergheim
Stadtteilbegehungen durch dem IKIB „Initiativkreis Inklusion Bergheim“ 

Wege Rhein-Erft

Die zweite, um die Bereiche Gaststätten und Einzelhandel erweiterte Auflage des erfolgreichen Wegweisers „Wege Rhein-Erft“ ist – wiederum in enger Kooperation mit der Gold-Krämer-Stiftung – in Arbeit.

Bitte füllen Sie den beigefügten Fragebogen aus und unterstützen mit Ihrer ganz persönlichen Meinung unser gemeinsames Projekt.

Barrierefrei

Diese barrierefrei Homepage ist mit freundlicher Unterstützung der Kämpgen Stiftung, der Gold Kraemer Stiftung entstanden.

Verständnis von Inklusion auf gesellschaftlichem Hintergrund

Inklusion im Sinne der UN-BRK bedeutet, „gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen in allen Lebensbereichen zu ermöglichen“. Das gilt für Menschen mit Behinderungen, aber auch für Menschen in anderen Lebenslagen und Lebenswirklichkeiten. Auch die ‚Aktion Mensch‘ unterstützt den weiten Inklusionsbegriff. Daher versteht auch die SHG Handicap e.V. Inklusion als gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen unabhängig von individuellen Fähigkeiten, sozialen Lebenslagen, ethnischer Herkunft, Alter und Geschlecht.

Wie bedeutsam es ist, alle Menschen in den inklusiven Blick zu nehmen, untermauern gesellschaftliche Entwicklungen, die Vielfalt und Anders-Sein als Normalität einer komplexen offenen Gesellschaft beschreiben:

1. Deutschland kennt seit dem 22. Dezember 2018 drei Geschlechter: männlich, weiblich, divers.

2.„Alt“ und „jung“ sind keine in Zukunft noch tragfähigen Kategorien mehr, denn das längere Leben, das wir alle durchschnittlich erwarten dürfen, belegt fünf Generationen in einem Jahrhundert.

3. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Das seit dem 1. März 2020 geltende Fachkräftezuwanderungsgesetz unterstreicht eine Entwicklung, die 1955, dem Abschluss des ersten Gastarbeitervertrages mit Italien, begonnen hat. Doch es kommen nicht nur Arbeitskräfte, sondern Menschen, deren Integration dann gelingt, wenn ihre gesellschaftliche Teilhabe normal wird.

4. Deutschland, damit auch Bergheim, kennt nicht erst seit der „Ehe für alle“ sehr viele verschiedene Familienbilder und Lebenslagen. Diese Bilder werden sich durch die älter werdenden Menschen und durch die Zuwanderung weiter verändern.

5.Nur vier Prozent der Menschen mit einem Schwerbehindertengrad 50+ sind seit ihrer Geburt behindert. Über 90 Prozent sind es aufgrund der Alterung. Je älter Menschen werden, umso größer werden Fragen der Behinderung, der Beeinträchtigung, der Multimorbidität, aber eben auch der Teilhabe unsere Gesellschaft beschäftigen.

6. Bergheim zählte am 31. Dezember 2018 laut Statistik 61.612 Einwohnende. Davon waren 20,5 Prozent (= 12.630 Menschen) älter als 65 Jahre. Die Bevölkerungsvorausberechnungen der Bertelsmann Stiftung berechnen für 2030 einen Anteil von 26,6 Prozent. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen lag 2018 bei 18,5 Prozent. Für 2030 wird ein Anteil von 16,3 Prozent vorausberechnet. Schon heute haben 45,7 Prozent aller Kindergartenkinder einen Migrationshintergrund. Dieser Anteil wird nicht nur wachsen, sondern auch in die Gesamtbevölkerung hineinstrahlen. Schon heute dürfte jeder dritte Einwohnende in Bergheim Migrationshintergrund haben.

Fazit: Bergheim wird ebenfalls älter, generationen- und kulturenreicher, vielfältiger und wird sie als auch zahlreiche Menschen mit Handicaps daher am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen. Die Inklusion als wertschätzendes Grundkonstrukt eines gesellschaftlichen Miteinanders wird zu einer wichtigen Herausforderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts einer Stadt. Zumal sich auch nur derjenige in einer Stadt freiwillig engagieren wird, der sich mit ihr identifiziert. Das setzt das Willkommen eines jeden Menschen, so wie er ist, voraus.

Inklusion wird gelebt, … jede Stadt muß eine Stadt für alle Menschen sein!

… weil Vielfalt als gesellschaftliche Normalität wahrgenommen wird.

… weil Menschen unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten, ihrer sozialen Lebenswirklichkeit, ihrer ethnischen Herkunft, ihres Alters und ihres Geschlechts aktiv und weitgehend selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben (Arbeit, Freizeit, Wohnen, Gesundheit, politische Partizipation …) teilnehmen können.

… weil die individuellen Fähigkeiten und Talente wertgeschätzt und anerkannt werden und weil sie für ein Miteinander der Menschen – generationen- und Kulturen übergreifend – eingesetzt werden können.

… weil für alle die gemeinsame Zukunft im Vordergrund steht und daher alle gleiche Rechte und Pflichten haben. Politik, Verwaltung und Bürgerschaft der Stadt Bergheim verfügen über ein gemeinsames Werteverständnis der Generationen und Kulturen.

… weil Politik, Verwaltung und Bürger der Stadt Bergheim bei ihren Entscheidungen für die gemeinsame Zukunft diese Vielfalt berücksichtigen, da sie Anders-Sein als normal empfinden.

… weil Informationen für alle Menschen nachvollziehbar zugänglich sind.

… weil alle Menschen sich in Bergheim wohl fühlen, hier zu Hause sind.